Das „Yoga der Haushälter“

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Kundalini Yoga wurde dafür entwickelt, um im Leben zu stehen und Verantwortung für Familie und Gesellschaft zu übernehmen. Eine übliche Berufsausübung ist gewünscht. Es ist nicht das Ziel des Kundalini Yoga, Personen aus ihrem ursprünglichen Umfeld heraus zu lösen. Vielmehr geht es darum, einen Entwicklungs- oder Bewusstseins-Prozess zu ermöglichen, ohne den derzeitigen Lebensmittelpunkt verlassen zu müssen.

Das ist keine Selbstverständlichkeit. Oftmals kommt es im Laufe des Lebens zu Brüchen, Burnout-Phänomenen oder Depressionen, weil die eigene Entwicklung durch äußere Umstände gebremst oder unterbunden wird. Besonders gefährdet sind dabei die Menschen in ihren 40ger Jahren und Männer. 

Diese unangenehme Erfahrung kann vermieden werden, wenn rechtzeitig ein Fundament gelegt wird, um Körper, Geist und Bewusstsein miteinander zu synchronisieren.

Dabei geht es darum, Dinge zulassen oder aushalten zu können, und diese beiden Wege miteinander zu kombinieren. Das ist die besondere Aufgabe eines Menschen, der sich sowohl mit seinen inneren Prozessen als auch mit seinem Umfeld konstruktiv auseinandersetzt. Das Innen und Außen kommt dadurch in Balance. 

Es geht darum, die richtige Entscheidung zu treffen, wann es Zeit ist um etwas zuzulassen und wann es Zeit ist um etwas auszuhalten.

Schauen wir uns an, was der Unterschied in der realen Handlung ist, und wie wir diese Fähigkeit durch Mantra-Meditation fördern können.

Zulassen bedeutet, dass du die Dinge belässt und dass du keinen Widerstand leistest, sondern dich hineingibst in die Verhältnisse, in die Dualität, in den Konflikt und in das, was du vorfindest; und dass du dich ganz und gar damit vereinigst, damit ins Fließen kommst. Es bedeutet, dass du formbar bist wie Knete in der Hand der Verhältnisse.

In der Mantra-Meditation ist dies die innere Haltung der Hingabe. Du lässt zu, dass die Töne in dir und mit dir Schwingen und dich verändern.

Es bedeutet auch, die vielfältigen Hierarchien, denen wir ausgesetzt sind, zu akzeptieren und bereit zu sein, das zu tun, was einem befohlen wird. Dabei ist egal, was dir befohlen wird, wie schlimm es auch sein mag, und welche Konsequenzen es auch haben mag. Du gibst dich vollkommen hin und hinein, in das, was darauf folgt. Auf der körperlichen Ebene wird diese Haltung durch die Flexibilität der Wirbelsäule zum Ausdruck gebracht.

Aus der historischen Erfahrung heraus ist es in Deutschland keine angenehme Vorstellung, das Gewissen aufzugeben, das Denken beiseite zu stellen, die eigene  Verantwortung zu negieren und statt dessen sich einfach den Verhältnissen hinzugeben. Politisch betrachtet ist das eine gefährliche Haltung und nicht hinnehmbar.

Trotzdem ist es wichtig, zumindest das Potential zu haben, um auf diese Art handeln zu können. Ob man sich dann auch dafür entscheidet, steht auf einem anderen Blatt. Das Potential allein kann ausschlaggebend sein, um Krankheiten abwehren zu können.

Aushalten bedeutet, dass du dich nicht hineinbegibst. Du lässt nichts zu, du hältst aus. Du unterstützt die Polaritäten nicht, du stehst daneben, du beobachtest. Du lässt zu, dass du berührt und bewegt wirst, aber du bleibst neutral in deiner Haltung. Letztendlich sieht es nur so aus, als würdest du bewegt werden, was aber nicht passiert. Du bewegst und du veränderst, und zwar dadurch, dass du stabil bleibst und den Spannungsbogen aushältst. Das ist eine vollkommen andere Herangehensweise. Es findet auch eine Öffnung statt und trotzdem wird die eigene Haltung nicht verlassen. Das ist eine wichtige mentale Fähigkeit, die auf der körperlichen Ebene mit der Stabilität der Wirbelsäule in Verbindung gebracht werden kann.

In der Mantra-Meditation ist dies die Position des neutralen Beobachters. Psychologisch kann es als „Über-Ich“ bezeichnet werden. Es wird auch als Gyan-Yoga bezeichnet.

Im Konfliktfall bedeutet das, den Konflikt zu sehen, ihn zu schmecken, aber ihn nicht zu verdauen, sondern selber stabil zu bleiben, zu beobachten und selber neutral zu bleiben: Ich verdaue deine Probleme nicht mit. Ich höre sie mir an, ich bin offen, aber ich verdaue sie nicht mit, ich muss sie bei dir lassen, damit sie nicht übertragen und damit größer werden, sondern von dir selbst verdaut werden können. Man selber bleibst völlig unberührt, aber man verstärkst den „Verdauungs-Effekt“ beim anderen. Das ist ebenfalls eine sehr sinnvolle mentale Kapazität.

Jetzt haben wir also diese beiden Ansätze: Hineingehen und von der Polarität erfasst werden indem du sie zulässt, oder hineingehen und die Polarität ertragen indem du sie aushältst. Was ist der Unterschied? Beim ersten Mal verdaust du, beim zweiten Mal verdaust du nicht. Du lässt es gar nicht erst in dein System hinein. Trotzdem bist du aufmerksam, trotzdem kannst du wahrnehmen. Deine Aufmerksamkeit wird geschult, aber du wirst selber nicht belastet.

Zulassen bedeutet, dass du dich deinem Schicksal hingibst. Du lässt dich z.B. auf dein äußeres Umfeld ein und hinterfragst es nicht.

Aushalten kann bedeuten, dass du deiner Bestimmung folgst, obwohl diese möglicherweise nicht mit den äußeren Umständen kompatibel ist, in denen du dich bewegst. 

Das sind zwei Haltungen, zwischen denen man wechseln kann. Warum muss ich mich aufreiben, wenn ich in einer Situation bin, während ich weiß, dass es mich vergiftet? Auf der anderen Seite kann es nötig sein, sich in Strukturen rein zu begeben und sie zu verdauen, z. B. wenn du eine Verpflichtung eingegangen bist, oder wenn du einen Prozess auslösen möchtest, zu dem kein anderer in der Lage wäre.

Sich ganz hinzugeben ist ein sehr konstruktiver Vorgang. Es bedeutet, den eigenen Samen, den eigenen Impuls hineinzugeben. Oder als Eizelle die Situation mit auszubrüten. In der Welt sein, in der Welt mitbrüten. Die Brut mit austragen. 

Die andere Haltung ist, die Kapazität zu haben, um sich abzugrenzen, Dinge zuzulassen und doch beiseite zu stehen. Wir halten am eigenen verlängerten Arm die Probleme fest in der Hand und lassen sie in ihren eigenem Saft verschmoren.

Dies lässt sich nun übertragen auf die körperliche Befindlichkeit. Entscheide, was du zulassen und was du aushalten willst, um nicht an deine Überlastungsgrenze zu kommen. Oder entwickele die Kapazität, beides miteinander zu kombinieren. 

Kundalini Yoga benutzt beide Seiten der Wege und beide Sichtweisen parallel, aber es gibt unzterschiedliche Schwerpunkte in unterschiedlichen Übungsreihen. Die Asanas (Yoga- Haltungen), die jeweils die eine oder die andere Haltung fördern, werden miteinander kombiniert zu Kriyas bzw. Übungsreihen. Diese Kombination macht aus den einzelnen Haltungen eine gesamte Übung, eine Kriya. Die Haltungen werden energetisch miteinander verschmolzen.

In jeder Kriya wirst du einmal an den Punkt gebracht, wo der Druck zu stark wird, dass das, was dich selber ausmacht, in deinem Kern geschmolzen wird. Obwohl du die Haltung vielleicht nicht mehr aushalten kannst, hältst du sie trotzdem aus. Wenn das passiert, wenn deine Schale aufbricht, dann entsteht Platz für etwas neues. Dann entsteht eine Entwicklung, ein Prozess, der getragen wird von den anderen Übungen davor und danach. Er ermöglicht es, aufzusteigen und das Bewusstsein zu erweitern. Die körperlichen Möglichkeiten werden erweitert, um noch mehr aushalten zu können.

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